VirtualBox unter Suse 10.3

Frank Boehm frank at thor.baldar.de
Mo Okt 22 11:04:56 CEST 2007


On Mon, 22 Oct 2007, Ziehm Juergen wrote:


Hallo Juergen,

>> /usr/share/doc/packages/virtualbox/README.SUSE
>
> Da ich mich noch  nicht so gut in der Verzeichnissstrucktur  von Linux auskenne,
> hätte ich die nie gefunden.

Frueher haette gefragt, warum da nicht einmal ein Blick in das Handbuch
geworfen wurde, da sei das erklaert.

Frueher[TM] (eine Zeit in der (durch Erinnerung verklaert) alles sowieso
besser war) gab es ein SuSE Handbuch, das auch gedruckt in jedem Paket von 
denen mitgeliefert wurde. Soviele deutsche Unix Buecher gab es nicht und
Grundlagen wurden dort verstaendlich genug erklaert, dass man die auch als
nicht Suse Nutzer jedem Anfaenger empfehlen konnte.

Inzwischen hab ich mal genauer hingeschaut, was wirklich an Dokumentation
bei der aktuellen Suse 10.3 DVD mitgeliefert wird. Ob/wieviel an
Grundlagen/Einführung in ein Unix erklaert wird, wenn man bereit ist etwas
Zeit bereitzustellen und sich durchlesen will.


Rueckblende:

In meiner Erinnerung wurden in DEM Suse Handbuch ein paar wichtige Linux
Befehle erklaert, Dateirechte, Uebersicht ueber die typische
Verzeichnisstruktur eines Unix Systems.

Von Version Suse 10.3 rueckwaertsgehend bis 6.0, haette ich ja beinahe an
meinem Gedaechnis gezweifelt, wenn ich es nicht besser wissen wuerde. Es
gab keine Spur zu verfolgen. Dann begann eine Suse-5.3 aus den Tiefen meines
privaten Archivs aufzusteigen. Im Verzeichnis /docu/ befand sich ein buch.dvi.
Erwartungsfroh in kde angeclickt, ... Format unbekannt ... mit was fuer
einem Programm wuerde ich das oeffnen wollen? Ein buch.psz gesehen, buch.ps
gepackt mit gzip, gar nicht mehr versucht direkt anzuclicken sondern direkt
umbenannt in buch.ps.gz. <Tusch: tata> Kapitel 20 Einstieg in Linux ab Seite
411. Das sieht so aus wie in meiner Erinnerung! Blaettern auf den ersten
Seiten, dann im Vorwort "Fürth, 15. September 1998".

Ok, es ist einzusehen, dass heutige Neulinge das nicht mehr kennen koennen.

Inzwischen ist mir wieder eingefallen, dass mir schon damals unverstaendlich
war, weshalb Suse das in der Versenkung verschwinden liess und nicht wenigstens
als Hinweis auf ein fuer Fortgeschrittene geeignetes Buch weiterverwendete.

Die Grundlagen sind zeitlos und heute noch gueltig, fuer einige Befehle sind
ein paar weitere Parameter hinzugekommen in all den Jahren, aber das Prinzip
blieb gleich. Im Gegensatz dazu sind die Kapitel, die sich mit yast und
grafischen Konfigurationsprogrammen befassen, laengst ueberholt und veraltet.

Auch heute noch wuerde ich jedem nahelegen das alte Buch einmal
runterzuladen und sich das Kapitel 20 und das Vorwort einmal durchzulesen.
Da scheint noch etwas von dem Geist durch, den Linux seit damals bis heute
fuer mich auszeichnet.


Heute:

Gleichgeblieben in all den SuSE Versionen ist, dass man auf einer Konsole
"susehelp" eingeben kann. Damit oeffnet sich heute bei mir das KDE Help 
Center, fuer Gnome gibt es bestimmt etwas aehnliches.

Das neue Fenster erschlaegt einen eher mit Informationen, als dass es
weiterhilft. Drei Sachen moechte ich deshalb herausstellen:

1. openSuse Dokumentation->Start->Grundlagen
    grundlegende Konzepte und Shell Grundlagen
2. Administration -> Linux-Documentation
    hier finden sich alle info und man pages der installierten Pakete wieder.
3. Unter Entwicklung->Werkzeuge->Bash Referenz
    eine engl. Beschreibung der bash
    die Standard Eingabe Shell inzwischen (aber bei weitem nicht die einzige)

Auf jeden Fall erwaehnen sollte man auch die SDB - Support-DatenBank 
http://de.opensuse.org/SDB:SDB
"SDB-Artikel wurden erstellt, um Lösungen für Probleme zu geben, aber auch um
bestimmte Themengebiete weiter zu erklären. Bei Problemen mit SUSE Linux
sollte die SDB die erste Anlaufstelle sein." Die Informationen von dort sind
eigentlich immer recht aktuell und gehen auch auf Bugfixes ein.


Allg. Hinweise fuer alle Unix, nicht suse spezifisch:

Traditionell gibt es auf Unix Systemen auch ein Verzeichnis /usr/doc oder
/usr/share/doc in dem weiterfuehrende Dokumentation zu einem bestimmten
Programmpaket liegt. Das ist oft wesentlich umfangreicher als die typische
man page. Die einem im Prinzip erst als Gedaechnisstuetzte weiterhilft,
um eine exakte Syntax nachzuschlagen, nachdem man im Prinzip einen Befehl
schon kennt.

Wer sich neue Hardware zulegen moechte, die auch unter Linux laufen soll,
ist gut beraten auch mal vorher in der Suse Hardware Datenbank nachzusehen.
http://de.opensuse.org/Hardware


Gibt es eigentlich Interesse sich mal abends mit einem Notebook irgendwo zu
treffen, dann koennte man ein paar Sachen praktisch zeigen? 
z.B. sich 3 Wochen lang Montag abends zu treffen, Teilnehmerzahl von maximal
4-6 Leuten?


viel Spass,
cu Frank

PS: Das alte SuSE Handbuch der Version 5.3 deutsch hab ich hier hochgeladen
     http://www.baldar.de/pub/suse/suse-5.3_buch.ps.gz

-- 
"Manche Menschen wuerden eher sterben als nachzudenken.
Und sie tun es auch."
  -- Bertrand Russel (1872-1970)


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