DSL

Josef 'Jupp' SCHUGT jupp at gmx.de
Sa Feb 4 23:14:24 CET 2006


Hi!

At Thu, 02 Feb 2006 09:33:15 +0100, Patrick Holz wrote:

> Wirtschaftlich gesehen quasi eine Risikoinvestition - wenn's gut
> geht, hat man eine schön billige Flatrate. Wenn's schlecht läuft,
> ist das Geld futsch.

Eine realistischere Einschätzung wäre meiner Meinung nach "Wenn es gut
gehen würde, hätte man eine billige Flatrate. Da es jedoch schlecht
laufen muss, ist das Geld futsch.".

Oder erwartest du bei der in Deutschland vorherrschenden Mentalität
des "Ich muss doch saugen was die Bandbreite hergibt!" etwa allen
Ernstes, dass die Karre *nicht* gegen die Wand fahren wird?

Ich werde diese Einstellung vermutlich nie verstehen. Ich habe
jedenfalls nicht wegen geplanter Saugorgien eine DSL-Flatrate
beantragt. Wenn man wie ich viel auf textlastigen Sites unterwegs ist,
bei denen die Informationen über viele miteinander verlinkte Seiten
verteilt sind, die man erst dann abrufen kann, wenn man den Link beim
Lesen des Texts gefunden hat, führt eine Abrechnung nach Dauer des
Internetzugriffs (wie das bei einem Analogmodem der Fall ist) zu einem
Preis-Leistungs-Verhältnis, das jeder Beschreibung spottet. Würde ich
nicht WWWoffle und Leafnode nutzen, Grafiken auf Internetseiten nur
bei Bedarf laden und die Mails nur sporadisch abrufen, wären die
Kosten noch unangemessener. Also DSL. Angesichts meines bisherigen
Transfervolumens wäre ein Volumentarif wäre natürlich etwas günstiger
als eine Flatrate aber ich bin ja kein Asket. Da mit DSL ausreichend
Bandbreite zur Verfügung steht, werde ich sicherlich häufiger auch
Internetradio nutzen, wozu (sieht man einmal vom Radioempfang über
Satellit ab - und selbst da bin ich mir nicht sicher, ob der im
konkreten Fall möglich ist) bei den Sendern, die ich gerne hören
möchte, keine Alternative gibt. Da sich die Sendestationen weit
jenseits des Horizonts befinden, ist ein UKW-Empfang nicht
möglich. Und der Empfang über die übrigen Bänder ist in den konkreten
Fällen nicht vernünftig machbar, da die Sender entweder nur UKW nutzen
oder so weit entfernt sind, dass man sie nur mit Glück zu bestimmten
Tageszeiten empfangen kann. Nimmt man dieses Volumen dann noch hinzu,
kommt es sich ziemlich gleich, ob ich einen Volumentarif oder eine
Flatrate nutze. Also nutze ich eine Flatrate, weil ich dann immer die
aktuellsten Sicherheitsupdates einspielen kann, ohne mir Gedanken über
deren Größe machen zu müssen. Außerdem habe ich dann keinen Grund
mehr, Spam möglichst bereits vor dem Abrufen anhand des Headers zu
identifizieren und abzuweisen.

Wenn jemand wissen möchte, um was für Sender es sich handelt: Unter
anderem sind es ein französischer und ein chinesischer Musikkanal, die
relativ viel örtliche Musik spielen. Ich bevorzuge melodische Musik
und Französisch und Chinesisch sind - ebenso wie z.B. Italienisch für
entsprechende Musik prädestiniert. Was man von Englisch und Deutsch,
die hier in Deutschland praktisch den gesamten Musikmarkt beherrschen,
nicht guten Gewissens behaupten kann. Einen direkten Vergleich bieten
zum Beispiel die Lieder von Lara Fabian, die zum Teil Französisch und
zum Teil Englisch (und zwar *ohne* einen katastrophalen Akzent, wie
man ihn bei manchen Franzosen antrifft) singt.

Josef 'Jupp' Schugt
-- 
It's a good day for you to die so go ahead and send me some spam.




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