FreeBSD

Aldo Valente aldo at dagobar.rhein.de
Mo Feb 14 11:50:17 CET 2000


Es hat lange gedauert bis ich genügend Lust, einen brauchbaren
Zweitrechner und genügend Plattenplatz zusammengesammelt hatte um das
Unix der VVJ endlich mal zuhause zu haben.  Und?  Fazit: hübsch, aber
auch nicht sensationell.  Eine FreeBSD/Linux Distribution würde ich
sicher gerne nehmen, für ein weiteres zu pflegendes OS komme ich
jedoch in Erklärungsnotstand.  Wer eine wirkliche Herausforderung
sucht, der sollte zu NT greifen, wo noch Abenteuer und Nervenkitzel
locken.

Die Installation war sehr einfach.  Die Adressen meiner ISA-Ne2k
Netzkarte konnte ich leider nicht durchprobieren, sondern mußte sie
vorher wissen. Nun ja, SuSE Bootdisk 'rausgeholt... Störend war die
nichtangabe des benötigten Plattenplatzes.

/stand/sysinstall ist als Installationshilfe durchaus brauchbar, als
Administrationshilfe für den Ahnungslosen jedoch Mangelhaft.  Kein
wirklicher Kritikpunkt.

Die Grundinstallation kommt sehr aufgeräumt (`übersichtlich') daher,
weitere (Binary-) packages und (Source?) Ports kann man sich
dazuinstallieren.  Immer noch weiß ich nicht warum der ausgewählte
XEmacs nicht installiert wurde.  Bei der Partitionierung
(slicisierung?) wurden halbwegs sinnvolle Defaults gewählt, meine zwei
kleinen Festplatten berücksichtigten diese Defaults jedoch eher
ungenügend, 20MB für /var ist einfach zuwenig.

Weiterhin war die rootshell /bin/sh extrem spartanisch, schmerzlich
vermißt habe ich Completion sowie History.  Die bash liegt jedoch im
Verantwortungsbereich der Ports und ist -irgendwann dann- in
/usr/local/bin/bash zu finden, was man sicherlich (trotz des zweiten
root Accounts) sehr ungern als Loginshell anlegt.

Noch nicht ganz durchgeblickt habe ich bei den User
Homeverzeichnissen.  Eine relative Angabe (user) führte zu einem
nichtexistenten (/) Homeverzeichnis, /home/user führte zu
/usr/home/user.  hier(7) erklärt zwar vorbildlich das Layout, $HOME
wird jedoch nicht erwähnt.  Unter KDE wird dann jedoch gewohnterweise
/home/user angezeigt.  Überhaupt merkt man sobald man KDE
angeschmissen hat so richtig gar nix mehr vom anderen Unix.  Das ist
natürlich nicht überraschend, aber insgeheim hatte ich mir ein bischen
mehr `Exotik' gewünscht.  ;-) Ich habe dann ein paar mal `uname -a'
als kleinen Trost gestartet...

So präsentiert sich FreeBSD für mich schön durchdacht aus einem Guß,
was teilweise sicherlich auch am eher beschränkten Installationsumfang 
liegt.  Schon länger sehne ich mich nach etwas, was den Ports
nahekommt.  (Ja, Karsten, ich bin ignorant gegenüber rpm ;-)

Noch eine Kleinigkeit ist dabei, von der ich schon immer gedacht habe,
das man sowas mal erfinden müßte.  Kann gut sein daß Linux
mittlerweile auch sowas hat, hier jedenfalls gehört es zum BS.


HLFSD(8)                FreeBSD System Manager's Manual               HLFSD(8)

NAME
     hlfsd - home-link file system daemon

[...]

DESCRIPTION
     hlfsd is a daemon which implements a filesystem containing a symbolic
     link to subdirectory within a user's home directory, depending on the us-
     er which accessed that link.  It was primarily designed to redirect in-
     coming mail to users' home directories, so that it can read from any-
     where.

     hlfsd operates by mounting itself as an NFS server for the directory con-
     taining linkname, which defaults to /hlfs/home. Lookups within that di-
     rectory are handled by , which uses the password map to determine how to
     resolve the lookup. 



Aldo



Mehr Informationen über die Mailingliste Linux-Users